Freitag, 13. April 2012

Ostern vorbei...

... und alles wieder im Normalgang.

Trotz des sehr "besch...eidenen" Wetters, in Ungarn ist beim Nachtfrost alles Zartgrüne abgefroren, kann ich feststellen: Alles war gut.
So ist die Familie mal wieder richtig eng zusammengerückt - wegen der Kälte, die Wohnung fühlte sich leicht überlastet - die Oma auch, ebenso der Geschirrspüler - der unentwegt seine sehr gute Funktion nachweisen musste. Das viele leckere Essen samt Desserts und Getränken zollten ihren Tribut in Form von Bergen von Geschirr. Ohne das Gerät wäre ich unentwegt beim Spülen in der Küche anzutreffen gewesen und mir wären so nach und nach vermutlich Schwimmhäute gewachsen. Wie haben das die Leute und auch ich nur früher geschafft... so ganz ohne maschinelle Hilfe? Es gab ständig Ärger mit dem Abwasch: wer und warum garade ich? Und außerdem meldete dann bald jemand heftige Bauchschmerzen und dringendes Ausruhen an. Na ja, der Geschirrspüler birgt auch Fallen: Es ist nicht einerlei wie ein- oder ausgeräumt wird und von wem...Mancher hat von platzsparendem Einräumen eher noch nicht gehört und meint, daß es völlig egal wäre, wo welches Geschirrteil hinkommt. Ist es aber nicht!!!
Selbst der Fernseher fand seine Einschaltzeit äußerst strapaziös, denn der Blick nach draußen war für uns eher ernüchternd als erfreulich. Das Spielzeug aus der Spielzeugkiste meines Enkels verbreitete sich in Windeseile in ganzen Wohnung und wir Erwachsenen fanden uns beim Spiel auf dem Fußboden und als Fußball-Spieler im Korridor wieder - ich eher nur als Zuschauer und Dirigent, mit Hinweisen, wo denn nicht hingeschossen werden sollte - sonst fällt alles runter...
Alle Ostereier wurden, ob der kalten Witterung, im Garten versteckt, gesucht und gefunden. Spaziergänge bei bedecktem Himmel und gefühlter eisiger Kälte ließen uns zwar den Kragen hochschlagen, aber nicht davon abbringen, zu toben, Enten zu füttern, die eh schon dick und fett genug waren von Brotkrumen der vielen Frischluftfanatiker mit Kindern, wunderschöne Spielplätz im Umkreis besuchen, kinderhandgerechte Steinchen sammeln, mitschleppen und dann in den Espachteich oder andere Gewässer plumpsen zu lassen. Wohlbemerkt, daß kleine Steine anders plumpsen als große...
Später gab es Kissenschlachten im Bett die einen Flash-Mob ähnelten, denn alle kamen und wollten mitkämpfen. Mein Buch konnte ich nicht lesen, war aber auch nicht nötig, denn Kinderbücher und Einschlaf-Geschichten waren angesagt. Später überfiel alle eine mitreißende Müdigkeit, außer meinen Enkel, der einfach noch mal und noch mal aus dem Bett kam und einfach keine Lust zum Schlafen aufbrachte. Was uns Erwachsene dann wiederum echt aufbrachte...
Was übrig geblieben ist? Na, das Wetter, das sich noch nicht wirklich entscheiden kann, ob hopp oder flopp. Fröhliche Tage mit meiner Familie, die wie im Flug vorbei geflogen sind. Viele lustige Begebenheiten und Äußerungen eines Zweijährigen, der uns durchweg auf Trapp gehalten hat. Ich habe wieder Neuigkeiten aus dem Leben 30+ erfahren - ist für mich immer wieder eine interessante Begebenheit...Habe meinen Garten, weil Wetter schlecht, vermisst...
Aber noch mehr werde ich ein wenig wehmütig den frischen Wind vermissen, den der Osterbesuch bei uns durch die Wohnung schickte und uns, Oma samt Opa und Hund Martin (der sich vorbildlich als Familienhund verhalten hat) aus unserem Alltagstrott herausholte...

by GerdtrudWalter