Mittwoch, 4. April 2012

"Hund"herum schlecht dargestellt...

Thüringen mag Hunde nicht ? !

Ich bin seit acht Jahren Hundebesitzerin eines Jack-Russel-Terriers und verfolge immer alle Hunde-Artikel in der Zeitung aufmerksam. Vielerlei Artikel lassen derzeit den Hund ziemlich schlecht aussehen - sozusagen "Armer Hund". Vielleicht weiß er ja um sein Image und wehrt sich nur... Statistiken zeigen, daß Hunde beißwütig ohne Ende sind. Das ist  SCHLECHT! Eine Hundeschule weist auf "Verplüschung" (außerordentlich gut ausgedrückt!) der Vierbeiner, auf wichtige erzieherische Maßnahmen und den Umgang hin, macht auf vorhandene Defizite in allen Richtungen aufmerksam. Das ist GUT! Gegensätzlicher kann es garnicht sein...
Aber Tenor ist und bleibt DER HUND - DIE BESTIE.

Eben neulich stand auch wieder auf der Titelseite "Thüringer Hunde bissen häufiger zu" (Statistik 2011). Ja sogar die Kategorie Jack-Russel-Terrier hat 12 Vorfälle zu melden, 9 leichte Verletzungen verursacht und eine Person schwer verletzt! Ist jetzt mein Hund auffällig und gefährlich im Sinne der Gesetztes? Leute, geht Hunden aus dem Weg und legt Euch bloß keinen zu! Alles gibt dem negativen Image wieder Auftrieb und verbreitet Angst und Schrecken...und heute schon wieder die aufrüttelnde Nachricht: " Hundebesitzer wurde von seinem Tier angefallen". Besser geht's wirklich nicht! Oder? Ja, ich finde Vorfälle dieser Art auch schrecklich, tragisch und zugleich traurig. Ich wünsche auf keinen Fall, daß so etwas passiert.
Alles ist wirklich kontraproduktiv und überhaupt nicht förderlich. Der Hund ist zwar ein Raubtier - im eigentlichen Sinne - aber keine ständig beißende und Beute reißende Bestie. Er ist ein Haustier und auch keine ständige Bedrohung. Da ist noch jede Menge Aufklärungsarbeit notwendig. Ich finde es schade, daß der Hund im allgemeinen in der Presse so schlecht weg kommt. Die größte Teil der Hundebesitzer sieht das sicherlich auch so. Hundehaltung und Hundeerziehung sind überwiegend gut. Von den 9700 registrierten Hunden in Erfurt sind sich die meisten Besitzer des Ernstes der Lage bewußt - Ausnahmen treten immer wieder auf's Neue in unseren Blickwinkel. Leider gibt es auch jede Menge Ignoranz und Hochmut bei einigen Hundebesitzern bezüglich des Leinenzwangs innerhalb der Stadt und den gewissen "Hundehaufen", die in Tretminen enden - oder ist es Unwissen??????
Ergo, ich wäre durchaus mal öfters für ein positives Darstellen des Hundes in der Presse (Charakter des Tieres, Lebensweise, Hintergrund seines Verhaltens, Verhalten Hund und Mensch zueinander). Ich möchte an dieser Stelle nachdrücklich darauf hinweisen, es gibt mehr gute als schlechte Seiten der Hundehaltung - sonst hätte das Ordnungsamt in Erfurt nicht 9700 ( in Worten - neuntausendsiebenhundert) Hunde zu verwalten...
Mich nervt jedenfalls langsam diese negative Sensationshascherei der Presse.
Wie wäre es, mal diverse Hundeschulen, Hundepensionen, Tierheime in Erfurt und Umgebung oder in Thüringen vorzustellen?
Was sagt der Tierschutz zu diesem negativen Image des Hundes?
Können wir einen Weg zwischen "Verplüschung" und "Bestie" finden?
Wie steht es mit einer Statistik, die aussagt, wieviel Hunde welcher Rassen in Thüringen gehalten werden, um erst einmal einen prozentualen Bezug für die Gesamtheit der Hunde zu bekommen?
Was wäre wohl mit manchem Senior/ mancher Seniorin ohne seinen/ihren "verplüschten" Vierbeiner?
Wie sieht man das Thema in anderen Bundesländern?
Wie ist die allgemeine Meinung: Bestie oder Plüschi oder was?
Also, Kommentare hierzu sind außerordentlich erwünscht...

Text by GerdtrudWalter